D Sälm 119 De Bibl auf Bairisch
D Sälm 119
De Bibl auf Bairisch
1Saelig, wer aan Tadl wandlt, löbt, wie s üns dyr Trechtein gsait haat.

2Saelig, wer sein Satzung einhaltt, wer n suecht von gantzn Hertzn.

3Saelig, wer auf seine Wög bleibt, si nit einlaasst auf ayn Übl.

4Du haast üns dös allssand angschafft, däß myr folgnd aan Wenn und Aber.

5Schauget i halt allweil gradaus, wich kainn Schrit weit von deinn Gsötz ab!

6Acht i nur auf de Geboter, wost üns göbn haast, kan nix schiefgeen.

7Lauttern Hertzns will i danken, wennst myr leerst, was guet und boes ist.

8Deine Gsötzer will i haltn. Laaß mi niemaals diend in n Stich!

9Kan ayn Jüngling recht und rain löbn? Ja, wenn er si an dein Wort haltt.

10I suech di von gantzn Hertzn. Gib, däß i yn n Gotsrecht treu bleib!

11Nän, dein Wort vergaess i niemaals, däß i nit gögn di, Herr, sündig.

12Globt und prisn ghoerst, o Trechtein. Bring myr bei, was bei dir recht ist!

13I gee aushin; laut verkündd i s, wasst üns allss zo n Tuen haast aufbotn.

14De Geboter von dir treu z bleibn, freut mi meerer wie Morddsreichtuem.

15Wasst befolhen haast, drob sinn i. I mörk auf drauf, wo dein Wög ist.

16De Geboter machend Freud mir. Nie vergaess i auf dein Wort.

17Tue deinn Knecht wol, däß i löbn bleib. Dann bin i yn deinn Wort gfölgig.

18Mach myr d Augn auf, däß s myr aufgeet, däß dein Weisung wunderbar ist!

19I bin grad ayn Gast auf Erdn. Zaig myr drum eerst recht, wasst habn mechst!

20Was wär i grad aan dein Gotsrecht? I glaaub, däß i s nit dyrpacket.

21Dank dyr schoen, däßst mi erhoert haast! Für mi bist du wordn zo n Heiland.

22Schaug decht, däß s mi nit so nidernd! I tue ee allss, wasst du vorschreibst.

23Selbst wenn Dietwärt gögn mi mauschlnd, ist s für mi kain Fraag, dir treu z bleibn.

24Froo bin i, däß s dein Gebot geit. Raatgöbn kännt s kainn bössern göbn.

25Mit ainn Fueß stee i eyn n Grab drinn. Hilf myr ausher, wiest myr s glübt haast!

26I gabeicht mein Löbn; du glustertst. Bring myr s bei, wiest mi ietz habn mechst!

27Zaig myr, wie dein Weisung taan ghoert! Dann kündd i von deine Wunder.

28Mein, i waiß schier niemer weiter. Richt mi auf; du haast myr s ghaissn!

29Halt mi von de boesn Wög ab; bi myr gnaedig, leer dein Gsötz mir!

30I haan mi auf d Waaret föstglögt. I will löbn, wiest du dös habn mechst.

31Für mi geit s nix wie dein Weisung. Trechtein, mach mi decht nit z Schanddn!

32Herr, deinn Willn zo n Tuen beglückt mi; und dyrmit bereichertst s Löbn.

33Trechtein, leer myr, dein Gsötz z haltn, däß i hinst eyn s End so löbn kan!

34Gib myr d Einsicht, deinn Gsötz naachzfolgn, däß i s halt von gantzn Hertzn!

35Laaß mi wandln, wiest gebotn haast! Daa drinn findd i mein Erfüllung.

36Mach, däß i dein Weisung gernhaan; hüett dyrgögn mi vor dyr Habgir!

37War meinn Blik vor kainze Sachenn; mit deinn Wort dyrfür dyrköck mi!

38Aau an mir erfüll deinn Anthaiß, der wo giltt für deine Diener!

39Laaß mi nit in tieffste Schmaach falln! I bleib treu. Dein Gsötz ist richtig.

40Gern tue i, wasst du mir anschaffst. Köck mi wider durch dein Treu!

41Herr, dein Huld kemm auf mi abher; rött mi, wiest ys mir haast ghaissn!

42Dann kan i de Schmaeher kontern, weil i mi an deinn Wort einhab.

43Halt mi ferr von alln nit Waaren! Auf dein Weisung trau i höbig.

44Deiner Satzung folg i bständig. Mein gantzs Löbn gaa s i nit laassn.

45Dann ist mein Löbn wider sicher, weil i färchtig naach deinn Wort fraag.

46Dein Gebot kündd i vor Künig. Daa geit s nix; i scham mi nity!

47An deinn Gsötz kan i mein Freud habn. Liebn tue s i von gantzn Hertzn.

48De Geboter seind mein Hoffnung. I verinnert s und trag s naus.

49Denk doch an dös Wort, wost göbn haast, denn dös ist mein gantze Hoffnung!

50Dös ist non mein Troost in n Elend, däß dein Anthaiß mi eyn n Löbn haltt.

51Frech verhoenend mi de Stoltzn, aber i liess nie dein Gsötz hint.

52Aus deinn Raatschluß, Herr, von ieher schöpf i wider mein Vertrauen.

53Fuchtig werd i zwögns de Fräfler, weil s dein Wort yso missachtnd.

54Deine Gsötzer seind ayn Lied mir, daa herunt auf meiner Kirchfart.

55Bei dyr Nacht, Herr, denk deinn Nam i. Gfölgig bin i deiner Weisung.

56Däß i umsötz, wasst du habn mechst, ist für mi dös gantze Löbn.

57I haan gsait: "Herr, s ist mein Uedl, däß i deine Worter einhalt."

58Fleehen tue i voller Inbrunst, däßst myr gnaedig naach deinn Glübd bist.

59I haan s Gwissn prüefft und umgstöckt. Zruggkeern tue i ietz zo deinn Wög.

60Schläunig kimm i auf deinn Pfad zrugg. Wasst gebotn haast, halt i eilweil.

61Habnd mi d Fräfler in de Krälln aau, liess i dennert nit dein Weisung.

62Z Mitternacht stee auf i, preis di, weilst so rechtförtig allss regltst.

63Wer dir dient, dönn bin ayn Freund i. Wer dir folgt, kan auf mi rechnen.

64Herr, dein Guetheit füllt önn Erdkraiß. Unterricht mi ob deinn Recht!

65Du haast mir öbbs Guets taan, Trechtein, wiest myr s ainstmaals hietst verhaissn.

66Gib myr Einsicht, waare Kenntniss! Auf dein Gsötz vertrau i durnächt.

67I glöb unrecht vor dyr Nidrung, ietz dyrgögn halt i dein Wort ein.

68Du bist guet und tuest aau Guets grad. Leer dein Gsötz mir und dein Weisung!

69Wie mi Hoohfärtige verleumend! I laaß nit aus, bleib dyr gfölgig.

70Iener Hertz ist decht verkrüpplt; mir dyrgögn ist s Gsötz ayn Wunnbrunn.

71S haat myr guet taan, däß i tupft wurd. Grad yso glern i dein Weisung.

72Wasst du anschaffst, giltt myr meerer wie vil Silber, hauftweis Gold.

73Deine Höndd habnd mi verförtigt. Wennst mi aau dein Gsötz versteen liesst?

74Wer dir dient, dönn freut mein Anblik, weil i höbig auf dein Wort sötz.

75Herr, du urtltst recht; i waiß s schoon. Beugt haast mi nur zo meinn Böstn.

76Bi myr hold und hilf myr weiter, wiest ys mir, deinn Knecht, haast dargschlagn!

77Barm di mein und laaß mi fortlöbn, weil s mi wirklich freut, dein Satzung!

78Zaig s ien, meine trutzign Pfrenger! I dyrgögn liess nie dein Gsötz her.

79Die, wo grecht und frumm dir dienend, schick s diend umher auf mein Seittn!

80All mein Trachtn ist auf di grichtt.

81Schmachtn tue i, däßst mi röttigst. Auf dein Wort sötz i mein Hoffnung.

82Mein, wo bleibt n dein Verhaissung? Wenn non enddlich grad dyr Troost kaem!

83Zschlissn bin i wie ayn Weinschlauch, aber haan s Gsötz nit vergössn.

84Wie lang mueß i denn non wartn? Wann raittst ab mit meine Drangsler?

85Sauhundd, gotloose, lögnd Glässn. Die wollnd nix mir dir zo n Tuen habn.

86Hand und Fueß haat allss, wasst föstglögst. Hilf mir z Unrecht Gsprengtn ausher!

87Fast haetnd s mi schoon von dyr Erd tilgt. Zamtdönn geit s für mi dein Gsötz nur.

88Laaß mi löbn, weilst mi so lieb haast; deine Worter bleib i treu.

89Herr, dein Wort bleibt steen auf eebig. Föst steet s netty wie dyr Himml.

90Treu bist, Trechtein, durch de Zeittn. Du haast d Erdn gmacht, und steen bleibt s.

91Allss, wasst föstglögt haast, giltt heut non. Allssand ist dir unterworffen.

92Haet i nit in n Traun meinn Halt ghaat, wär in n Elend i halt hinzogn.

93Nie vergaess i dös, wasst angschaffst, denn dyrmit haast mi eyn n Löbn ghaltn.

94I ghoer dir decht; ietzet rött mi! Bständig fraag i, wasst du habn willst.

95Fräfler lauernd, mi z vernichtn. I acht grad drauf, was dein Willn ist.

96Allss, wäs durnächt scheint, haat Grentzn. Grad dein Gsötz ist aane End.

97Wirklich gern haan i dein Satzung. Durchhinaus kännt i drob sinnen.

98Weiser macht dyr Traun wie d Feindd mi; haan n allweil vor meinn Antlitz;

99kaam gar über meine Leerer, weil i mi mit n Traun beschäftig.

100Gscheider bin i wie de Altn, weil deinn Willn i halt behertzig.

101Ist öbbs unrecht, laaß i s glei bleibn. I mech ja deinn Wort getreu bleibn.

102Von deinn Pfad bin i nit gwichen; haast mi selber ja drinn gwisn.

103Köstlich schmöckt myr dein Verhaissung. Süesser ist s als wie ayn Hönig.

104Wasst üns anschaffst, macht mi klüeger. Drum laaß i all Holzwög bleibn.

105Wasst du saist, leuchtt mir önn Wög aus. Auf meinn Pfad ist s mir ayn Luzern.

106I haan s gschworn; dös gaa i haltn: I folg dir naach, weil dös grecht ist.

107Herr, i füel mi wie dyr Krumper! Haast myr s ghaissn: Rött myr s Löbn diend!

108Herr, nimm s an, wenn i dir dardank! Bring myr bei, wiest mi gern löbn saeghst!

109Bständig füel i mi in Löbnsgfaar; trotzdem liess i nie dein Weisung.

110Fräfler lögnd myr Laeg und pässnd. Zamtdönn bleib i yn deinn Pfad treu.

111Eebig ist dein Traun mein Uedl, denn er ist für mi d Erfüllung.

112I bin eingstöllt drauf, deinn Willn z tuen, eebiglich, für alle Zeit.

113Waiß ains nit, was s will, dös hass i! Für mi geit s dein Gsötz, sünst gar nix.

114Du bist mir mein Schuz und Zueflucht. Auf dein Wort kan i vertrauen.

115Wögg von mir, ös Boeswicht alle! Von meinn Got acht i d Geboter.

116Wiest verspraachst, empfaah meinn Löbnswög; antweig mir mit all mein Hoffnung!

117Gib myr Halt, dann findd i Röttung! Allweil acht i deine Gsötzer.

118Wer dein Gsötz aechtt, die verwirffst all. Die schneidnd sir in s aigne Fleish grad.

119Wögg putzt d Fräfler wie aynn Zunddl. I stee lieber für dein Zeugnuss.

120D Eerfarcht schauert durch meinn Kerper. Ganz hooh acht i dein Gebot.

121Tuen tue i, was recht und guet ist. Preis gib mi nit yn de Drangsler!

122Spreitz di ein für mi, deinn Diener, däß de Stoltzn mi nit druckend!

123Wennst mi non grad bald befreietst und deinn grechtn Ghaiß erfülletst!

124Laaß deinn Diener gspürn dein Guetheit; bring myr bei halt, wie i löbn soll!

125Gib ayn Einsicht mir, deinn Diener, däß dein Zeugnuss i versteen lern!

126Trechtein, Zeit werd s, däßst selbn eingreiffst, denn dein Gsötz habnd s gleichsam zrissn.

127Dösswögn lieb i aau dein Zeugnuss meerer wie dös schoenste Goldgschmeid.

128Hinst auf s I-Tüpferl acht s Gsötz i; zwider ist myr ieds Gekötz.

129Wasst du föstglögst, ghoert bewundert; daa ist s klaar, däß i mi halt dran.

130Bschaint dein Wort wer, geet ien s Liecht auf; der, wo nix gwisst haat, seght klaarer.

131Mein gantzs I verlangt dein Weisung. Gleichsam lechetz naach deinn Wort i.

132Wenn di zue mir, bi myr gnaedig, wiest ys tuest mit alle Frummen!

133Schaug, däß wider i eyn d Hoeh kimm; laaß kain Unrecht mi eyn d Macht kriegn!

134Loes mi aus dyr Gwalt von Menschn! I will tuen, wasst du gebotn haast.

135Main s diend guet mit mir und rött mi; bring myr bei, wiest mi gern löbn saeghst!

136Reern mueß i, kan niemer aufhoern, weil si niemdd um s Gsötz was schert.

137Rechtförtig bist du, o Trechtein. Wasst du deichsltst, ist allss richtig.

138Wiest dein Gsötz, dein Satzung gschribn haast, haast dyr schoon dyrbei öbbs denkt aau.

139Mein, yso kännt i mi giftn, däß meinn Feind dein Wort so wurst ist!

140Deine Worter seind so lautter. Daa ist s schleussig, däß i s gernhaan.

141Mag i aau dyr lösste Drök sein, liess i dennert nie dein Wort hint.

142Wasst beschlossn haast, giltt eebig, und dein Gsötz ist raine Waaret.

143Grad aau, wenn ganz tief i drinnhöng, macht mi dein Gebot non froelich.

144Rechtförtig ist dein Wort eebig. Gib myr Einsicht, däß i löb!

145Lustert, Herr, von Hertzn ruef i; deine Gsötzer will i haltn.

146Zo dir ruef i, hilf myr ausher! Glos bleib i yn deiner Zeugnuss.

147Schoon wenn d Üecht leuchtt, kimm und fleeh i, wart schoon drauf, wasst mir zo n Sagn haast.

148I kan niemer richtig schlaaffen, weil i allweil ob deinn Wort sinn.

149Bi myr hold und hoer mein Stimm, Herr; sötz di ein für mi und köck mi!

150Tuckisch seind s, bald werdnd s mi packen; dein Gebot habnd s ganz verdröngt schoon.

151Aber, Trechtein, du bist naah daa; all dein Zeugnuss giltt, und amönn!

152Wer grad list in deine Gsötzer, der seght glei, däß s eebig geltnd.

153Segh mein Elend und dyrrött mi, weil i niemaals dein Gsötz gaechtt haet!

154Nimm mein Sach eyn d Hand, befrei mi; rött mi, wiest ys mir haast ghaissn!

155D Fräfler sollnd kain Heil dyrwischn. Für dein Gsötz tuend s schließlich aau nix.

156Dein Barmhertzigkeit ist grooß, Herr. Kobert mi decht in deinn Raatschluß!

157Männig habnd mi in dyr Reissn; trotzdem laaß i nit dein Zeugnuss.

158Abtrinner seind mir öbbs Gräuslichs, weil s is gar nit mit deinn Wort habnd.

159Schaug decht, Herr, wie i dein Gsötz lieb. Bi myr hold und halt eyn n Löbn mi!

160Durnächt ist dein Wort verlaesslich. Grecht ist s, und es giltt allweil.

161Fürstn wollnd mi grundloos packen, doch i fircht nix wie dein Weisung.

162Freun tue i mi ob deinn Anthaiß, wie wenn i grad vil erbeutt haet.

163Lugnen hass i; nän, daa graust myr. Um dös meerer lieb dein Gsötz i.

164Durchhinaus sing i dir Lobpreis, weilst du allss so grecht haast greglt.

165Wer dein Gsötz liebt, füelt si sicher. Mit deinn Heil kimmt ien nix anhin.

166Herr, i hoff halt, däßst myr aufhilffst. Wasst du willst, dös tue i ee allss.

167Wasst gebotn haast, dös erfüll i, und i lieb s von gantzn Hertzn.

168Allss wasst angschafft haast, befolg i, kan vor dir ee nix verbergn.

169Trechtein, lustert auf mein Rueffen; gib myr Einsicht, wiest myr glübt haast!

170Acht halt drauf, wenn i di anfleeh; reiß mi ausher naach deinn Anthaiß!

171Über geet mein Mäul von Lobpreis, denn du leerst myr deine Gsötzer.

172I besing aft deine Worter. Du haast allss rechtförtig föstglögt.

173Hoer nit auf, mir bständig z helffen, denn dein Traun ist mir dös Eerste!

174Trechtein, wennst myr non grad aufhälffst! Froo macht mi dein gantze Zeugnuss.

175Laaß mi löbn, däß i di lobn kan! Werst y diend mi wider stützn?

176I bin wie ayn hilflooss Bezleyn, waiß nit weiter in dyr Oed. Suech mi decht, deinn treuen Diener! Nie vergaess i dein Gebot.

Psalm 118
Top of Page
Top of Page