Philemon 1 Textbibel 1899
Philemon 1
Textbibel 1899
1Paulus, Gefangener Christus Jesus' und Timotheus der Bruder an Philemon unseren teueren Mitarbeiter 2und die Schwester Appia und Archippus, unseren Mitstreiter und die Gemeinde deines Hauses: 3Gnade euch und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus.

4Ich danke meinem Gott allezeit, indem ich deiner gedenke in meinen Gebeten, 5da ich höre von deiner Liebe und dem Glauben, den du hast zu dem Herrn Jesus und für alle Heiligen: 6auf daß der Anteil an deinem Glauben wirksam werden möge in der Erkenntnis alles Guten, was unter euch ist, für Christus. 7Denn ich hatte viel Freude und Trost über deiner Liebe, weil die Herzen der Heiligen durch dich erquickt sind, Bruder.

8Darum obwohl ich in Christus mich ganz berechtigt weiß, dir vorzuschreiben, was sich ziemt, 9ziehe ich doch um der Liebe willen vor, dich zu bitten. Siehe mich an: ich Paulus, ein Greis, jetzt auch Gefangener Christus Jesus',

10bitte dich für mein Kind, das ich gezeugt in meinen Ketten, den Onesimus, 11der dir einst wenig wert, jetzt aber dir und mir hoch wert geworden: 12Ich schicke ihn zurück, ich schicke dir mein Herz damit. 13Gerne hätte ich ihn behalten, daß er mir statt deiner diene in den Banden des Evangeliums; 14aber ich wollte nichts thun ohne dein Einverständnis, damit nicht die Wohlthat von dir wie gezwungen herauskomme; sie sollte freiwillig sein. 15Ist er doch vielleicht eben darum auf eine kurze Zeit dir genommen worden, damit du ihn auf ewig hättest, 16nicht mehr als Knecht, sondern als etwas viel besseres, als geliebten Bruder - mir gewiß, wie sollte er es dir nicht noch mehr sein im Fleisch sowohl als im Herrn.

17Wenn ich dir Mitgenosse bin, so nimm ihn an wie mich. 18Hat er dir aber Schaden gethan oder schuldet dir, so schreibe es auf meine Rechnung. 19Ich Paulus schreibe es eigenhändig: ich werde es bezahlen; ich will nicht davon reden, daß du dich selbst mir schuldest. 20Ja, Bruder, ich möchte von dir etwas haben im Herrn, erquicke mein Herz in Christus.

21Im Vertrauen auf deine Willigkeit schreibe ich dir; ich weiß, daß du mehr thust als ich sage.

22Rüste dich auch mich zum Gaste zu haben; ich hoffe daß ich euch durch euer Gebet wiedergeschenkt werde.

23Es grüßt dich Epaphras mein Mitgefangener in Christus Jesus, 24Marcus, Aristarchus, Demas und Lukas, meine Mitarbeiter.

25Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus mit eurem Geiste.

Textbibel des Alten und Neuen Testaments, Emil Kautzsch, Karl Heinrich Weizäcker - 1899

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